Island im August 2017

Wenn du denkst, das kann doch gar nicht mehr besser werden,  gehst du um eine Ecke und boom. Viel besser. Das geistert mir auf Island durch den Kopf, während ich malerisch im Moos sitze.

Wir waren zum Beispiel am Wasserfall Skogafoss. Der ist so toll. Wenn man mit dem Auto aus Westen kommt, fährt man an einer Steilküste entlang, von der Dutzende Wasserfälle runterfallen. Es sieht unfassbar schön aus. Aber wenn man dann um die Ecke biegt und der Skogafoss kommt, haben wir im Auto aufgeschrieen. So schön ist er. Schönste von allen, von überall. Skogafoss. Denkste. Wie gesagt.

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Man kann am Rand hochgehen -man sieht auf dem Foto die kleine Plattform rechts oben. In meinem Reiseführer steht, es würde sich nicht so recht lohnen. Aber, klar, ich bin trotzdem hoch, wegen der Aussicht. Dann war da dieser Weg. Ich bin nur ein paar Schritte weiter gegangen und da war der nächste Wasserfall. Ich mein absurd schön. Kommt auf Foto natürlich nicht so recht raus.

Der war nicht mal ausgeschildert.

Der Tag verging mit diesen und jenem…

…und wir kamen zum letzten Wasserfall für den Tag.

Den besuchen sie alle, hatte mein Vater mir erzählt, deswegen hatte ich die Befürchtung, es könnte voll und aggressiv werden. War es nicht. Naja. Es war okay. Von der Anzahl der Leute her. Vom Wasserfall her war es mehr als okay. Da war es richtig knorke. Um noch irgendein Superlativ zu finden. Seljalandsfoss.

Man kann hinter ihm durchlaufen, Islandreisende wissen sicher Bescheid, weil: der ist einfach sehr einprägsam. Die Gischt ist eine Horde weisser Pferde, die mit wilden wehenden Mähnen kopfüber in den Abgrund galloppieren. Sowas dachte ich da, so keltisch mystisch. Von Schönheit ganz beschwipst.

Danach war ich echt ziemlich fertig. Und dann sagte eine aus der Gruppe: dahinten ist noch ein Wasserfall, den können wir jetzt auch noch mitnehmen. Wenn man schon mal da ist. Ja. Nö. Muss ich nicht, dachte ich, aber ich bin dann doch mitgelaufen.

Von dem, was dann kam, gibt es keine wirklich guten Bilder. Weil der Wasserfall in einer Höhle war. Auf Steinen durch einen Fluss balancieren, in einer Grotte rauskommen, in die aus zehn Meter Höhe ein Wasserfall fällt. Das ist dann schon nicht mehr real, dass ist der Eintritt in die Fantasy- Welt. Ich bin dann mal bei den Elfen.

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