Montagsmuseum #4 (28.01.2019)

Das Spiel lautet: Jeden Montag einen Text zu einem Objekt aus einem Museum.

Schloss Köpenick: Die Dauerausstellung „Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko“

20190118_153005

20190118_152902

Diese Woche hat mich mein Ausflug ins Museum „Schloss Köpenick“ zu einem Sonett inspiriert. Das geht so: 2xQuartette mit umarmenden Reim, 2xTerzette. Elfsilbige Zeilen.

Sonett „Sozialneid“

Der Spiegelsaal im Schloss ist holzverkleidet,

Fast dreizehn Jahre schnitzte der Baumeister.

Ich darf ihn nicht betreten in Straßenschuh’n,

Was mir den Genuss ein wenig verleidet.

 

Ich würde so gerne darin tanzen, drehen,

auf Socken eine wilde Piourette.

Platz wäre auch genug ein Rad zu schlagen,

Man kann sich in acht Spiegeln dabei sehen.

 

Aus dir wird niemals eine Gräfin werden.

Wie lobend klang die Klage meiner Mutter.

Besinne dich auf deinen Platz auf Erden.

 

Zur Miete reicht und fußnah eine Tanke.

Ein Schloß, denk ich, da muss ich mich benehmen.

Und erst die Reinigungskosten. Nein, Danke.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s